Mittwoch, 29.9. 10-13 Uhr und
Sa, 2.10 10-13 Uhr haben wir geöffnet.

Nach dem Hochwasser vom 14./15.7.21 ist das Gebäude, in dem sich das Globolus befindet, weit entfernt von normal benutzbar. Es geht langsam voran. Der Keller ist endlich leer gepumpt und vom Schlamm befreit, aber immer noch feucht, Bautrockner stehen noch keine. Die komplette Stromverteilung wurde vom Wasser zerstört. Seit letzter Woche gibt es wieder Strom im Gebäude, wird aber noch nicht in die einzelnen Räume oder Etagen verteilt. Toiletten können nicht benutzt werden.
Unser Globolus selbst ist im Bereich Verkaufsraum gut weggekommen, aber im Büro und Lager/Sortierraum mussten Böden und sämtliche Holzregale entfernt werden. Wir stehen nun in den Startlöchern um mit der Renovierung (neue Böden, neue Regale, evtl. streichen...) zu beginnen, müssen aber auf Strom warten. Das Gebäude selbst gehört der Stadt, wir müssen also auch auf das Go der Stadt Leichlingen warten.
Lange Rede- kurzer Sinn, wir werden in dieser Woche noch 2 verkaufsoffene Sonderverkaufstage realisieren (Mittwoch und Samstag) um Platz für die Renovierung zu schaffen. Unterstützen Sie uns, indem Sie einfach vorbei schauen und die letzten Schnäppchen erhaschen. Danach bleibt das Globolus bis zur Renovierung geschlossen.
Bis zum Abschluss der Renovierung können wir leider keine Spenden annehmen.
Wir setzen alles daran, noch in diesem Jahr wieder regulär in den Betrieb gehen zu können. Drücken Sie uns die Daumen und schauen Sie in dieser Woche einfach bei uns rein, da würden wir uns sehr freuen. Mittwoch, 29.9. 10-13 Uhr und Sa, 2.10 10-13Uhr haben wir geöffnet. Wir freuen uns auf Sie und halten Sie hier wie immer weiterhin auf dem Laufenden.
Herzlichst Ihr Globolus Team aus Leichlingen

GLOBOLUS - das soziale Kaufhaus in Leichlingen

Ein Projekt der AWO

Für das soziale Kaufhaus GLOBOLUS gilt das Prinzip der Nachhaltigkeit: Nicht wegwerfen, sondern gut erhaltene Waren weiterverwerten! Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Müllvermeidung, zur kommunalen Kostensenkung, zum Umweltschutz, und es schont Ressourcen. Die gut erhaltenen Sach- und Kleiderspenden stammen aus der Bevölkerung und werden gegen einen geringen Betrag verkauft, der Erlös geht an ...

 

Das Globolus ist ein Second-Hand-Kaufhaus mit sozialem Hintergrund.
Wir setzen uns dafür ein, dass jeder Geldbeutel regelmäßig nach Herzenslust shoppen kann und gut erhaltene Ware wieder in gute Hände kommt was auch die Umwelt schont.

 

Auf rund 300qm bieten wir regelmäßig 3.500 verschiedene Kleidungsstücke und Schuhe für Kinder und Erwachsene an. Natürlich gibt es auch die passenden Schals, Handschuhe und Mützen. Sie finden eine gut sortierte Spielwarenabteilung, wunderschöne Glas- und Porzellanartikel, tolle Dekoartikel und Bilderrahmen, aber auch praktisches für Haushalt und Küche sowie Bett- und Tischwäsche.

 

Unsere Preise sind unschlagbar niedrig und die Auswahl ist enorm.
Viele fragen uns, was eigentlich mit dem Erlös passiert. Das wollen wir an dieser Stelle auch sehr gerne beantworten: Natürlich kostet der Betrieb eines Kaufhauses auch Geld: Miete, Strom, Heizung, Entsorgung, Verbrauchsmaterial,.... Zudem zahlen wir natürlich auch artig unsere Steuern....
Alle Überschüsse, die erwirtschaftet werden fließen in soziale Projekte. Eine Idee, was das ist, bekommt man in der Rubrik: "Der Weg Ihrer Spende"

 

aus unserem Sortiment

Auf der Suche nach etwas Besonderem?

Erfahrungsbericht einer ehrenamtlichen Helferin

Drei Tage im Leben eines „Globolis“

Es ist Dienstag. Von 10 bis 12 Uhr ist Warenannahme im Globolus, eine meiner Aufgaben.

Schnell das Nötigste im Haushalt machen, damit ich ab 9 Uhr alles vorbereiten kann. Werden heute wohl viele Sachen abgegeben? Oh, oh, im Lagerraum ist kaum Platz, obwohl viele fleißige Hände nach der letzten Annahme geräumt haben. Lagerungsmäßig waren wir im alten Globolus besser dran, das ist aber auch das Einzige was an „Trauer“ übrig geblieben ist.

Nach und nach treffen die anderen Helferinnen ein. „Guten Morgen! Schön dass ihr da seid!“

Die ersten Kunden stehen schon vor der Tür und „scharren mit den Hufen“.

„ Nein, wir haben heute keinen Verkaufstag, morgen wieder! Heute ist nur Warenannahme!“ „Ja, wir würden gerne häufiger öffnen, wenn wir denn genügend ehrenamtliche Helfer/innen hätten. Keine Lust? Ach so, keine Zeit. Schade!“ „ Sie möchten was abgeben? Hui, das sieht nach Haushaltsauflösung aus, sind auch keine Elektrosachen dabei? Moment, wir laden das eben um in Einkaufswagen. Vielen Dank!“ „Der Nächste bitte.“ „Das tut uns sehr leid, aber Gardinen und Koffer können wir aus Platzgründen nicht mehr annehmen. Ich gebe ihnen einen Infozettel mit.“ „ Ja, das ist schade dass sie die Sachen extra her geschleppt haben, aber die Änderungen wurden schon vor langer Zeit bekannt gegeben.“ „ Die anderen Sachen nehmen wir gerne an. Vielen Dank!“

Und so geht es weiter und weiter. Viele nette Kunden, einige ungeduldige, auch fordernde, aber zwischendurch immer ein „Danke, dass sie sich so engagieren!“ Tut gut!

Jetzt beginnt das Sortieren, auszeichnen, einräumen. Alles soll irgendwie verwertet werden. Viele wirklich schöne und gute Sachen sind gekommen, manchmal ist auch unverkäufliches dabei. Es fällt uns schwer zu sagen: „Tut uns leid, aber dies und jenes ist schmutzig oder kaputt, nehmen Sie es bitte wieder mit.“ Umso mehr freuen wir uns über die vielen gut erhaltenen und sorgfältig verpackten Sachen.

Mittwoch. Verkaufstag! Um 10 Uhr wird geöffnet, um 9:30 Uhr steht schon eine lange Schlange Kunden vor dem Eingang. Verschenkeregal rausstellen (ein Kraftakt es heil über die Rampe nach unten zu befördern), Kasse einrichten, Aufgaben verteilen, schnell noch liegen gebliebenes erledigen …. Los geht’s! Upps, hätte fast vergessen die Maske anzuziehen.

Coronabedingt darf nur eine vorgeschriebene Personenzahl im Laden sein. Geregelt wird das durch die abgezählten Einkaufskörbe. Wie schön, dass fast alle Verständnis haben und geduldig warten bis wieder ein Korb frei wird. Es geht hin und her. Fragen beantworten, Körbe zur Tür bringen, bei Kinderwagen anpacken, Ware nachfüllen, beim Verpacken behilflich sein …

Anschließend bin ich ganz schön geschafft, aber glücklich über den Erfolg und die vielen zufriedenen Kunden.

Donnerstag Nachmittag. Wieder Warenannahme. Es wird noch mehr abgeliefert. Ansonsten, siehe Dienstag.

Wie bringen wir das nur alles unter? Und wieder schaffen wir es, mit Fleiß, Hingabe und unermüdlichem Engagement, ein „normales“ Ehrenamt oft überschreitend und des Öfteren bis in die Nacht hinein.

Warum tun wir uns das an? Ich kann da nur für mich sprechen. Das Globolus ist ein tolles Projekt, nachhaltig, sozial, hilfreich, eine Bereicherung für Leichlingen. Ehrenamtlich tätig war ich schon immer, auch während Elternzeit und Berufstätigkeit. Meine Familie kennt es nicht anders. Seit ein paar Jahren bin ich Rentnerin, habe mich erst beim Willkommenstreff engagiert und dann schon früh im Globolus. Manchmal wird es mir zu viel, hin und wieder bin ich unzufrieden und sehne mich nach mehr Zeit für mich (ursprünglich hatte ich mich für einen Tag in der Woche entschieden), aber sobald ich den Gedanken an aufhören zu Ende denke, ist klar dass ich dabei bleibe. Es ist ja nicht nur ein Geben, es gibt die netten und dankbaren Kunden, das Gefühl etwas sinnvolles beizutragen, neue Kontakte, das Engagement hält jung und beweglich.

Das Globolus Team ist ein Superteam! Ungefähr einmal im Monat findet eine Teamsitzung statt, bei der alles notwendige besprochen und im Bedarfsfall demokratisch abgestimmt wird. Wie in jedem Gremium mit solch unterschiedlichen Menschen „knirscht“ es hin und wieder, aber das ist wohl normal. Der Spaß miteinander überwiegt jedenfalls. Was wir aber dringend brauchen ist Unterstützung durch Sie und Sie, ja auch Sie oder dich. Auch mit wenigen Stunden Einsatz ist uns geholfen.

H.S.

 

Bitte bewerten Sie diese Seite durch Klick auf die Symbole.